Canon Selphy CP1200

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Kurz nach dem Release habe ich – aufgrund mehrerer Empfehlungen – den Selphy bestellt. Da bei mir in der Familie in nächster Zeit diverse Feiern anstehen, ist dies aus meiner Sicht eine logische Anschaffung.

Technische Details

Den Selphy kann man natürlich auch zuerst bei Canon betrachten, um die wichtigsten Randdaten zu sehen. Kurz zusammengefasst:

Energie-Zufuhr:

  • Akku
  • Netzteil

Konnektivität:

  • WLAN-Netzwerk
  • Wireless Direct Connection
  • USB
  • SD-Karte
  • Canon Pict Bridge

Maße? Der Drucker misst ca. 180,6 x 135,9 x 63,3 mm, außen stehende Teile nicht mit einberechnet.

Mit einem Gewicht von 860g ist der Drucker nicht zwingend ein Fliegengewicht, aber ein solches Gerät ist wohl auch nicht als Alltagsbegleiter definiert.

Auch in den Formaten ist der Drucker erstaunlich vielfältig. Zitat von Canon:

PAPIERFORMAT UND CARTRIDGE

Postkartenformat

148 x 100 mm – KP-36IP, KP-108IN, RP-108, RP-1080V

Kreditkartenformat

86 x 54 mm – [KC-36IP]¹

Sticker im Kreditkartenformat

86 x 54 mm – [KC-18IF]¹

Quadratische Sticker

50 x 50 mm – [KC-18IF]¹

Ministicker

22,0 x 17,3 mm (8 Sticker auf einem Blatt) – [KC-18IL]¹

Tinte

zusammen mit dem Papier in einem Set enthalten

Farbstabilität

Bis zu 100 Jahre Farbstabilität

Fazit? Der Drucker bietet für alle zeitgemäßen Geräte ausreichend Kompatibilität. Ich habe mit dem iPhone aus dem Stand drucken können. Beim MacBook konnte ich sowohl über Wireless Direct Access als auch in meinem WLAN Netzwerk auf den Drucker zugreifen.

Besonders wichtig ist mir bei Bild- und Datenträgern natürlich die Haltbarkeit der Materialien. Besonders bei Polaroid war diese ja unterdurchschnittlich. Canon schreibt dem Thermosublimationsdruck jedoch 100 Jahre Farbstabilität zu. Top!

Unboxing

Heute kamen die Pakete an. Inhalt war folgender:

  • Canon KP-108IN Druckerkartusche und Papier 100 x 148 mm für Selphy CP Fotodrucker-Serie
  • Canon Selphy CP1200 WLAN Foto-Drucker weiß
  • Canon DCC-CP2 Tragetasche für SELPHY Drucker grau

Zwei mal Amazon

In gewohnter Amazon-Schnelle waren die Pakete in etwas mehr als 24 Stunden da. Beide etwas deformiert, aber der Inhalt hat überlebt.

Selphy Tasche

Im ersten Paket war die Tasche für den Selphy.

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Im zweiten Paket waren der Selphy als solcher (ja, ich habe ihn mir in weiß gekauft. Grund war nicht die Farbe, sondern die zeitliche Verfügbarkeit.) und das entsprechende Fotopapier.

INK

Ausreichend Material für 108 Fotos und die drei Rollen Druckmaterial. Drei Rollen? Ja genau, Ihr braucht keine Tintenpatronen wechseln oder so ähnlich. Papier und entsprechend Druckmaterial werden immer gemeinsam verkauft. Gut gelöst!

Canon Selphy CP1200

Der Selphy als solcher – kleine Packung und außen schön bebildert, wie ich das auch schon von meiner Canon gewöhnt bin. Ansonsten eigentlich eine durchschnittliche Verpackung.

Bedienungsanleitung

Oben im Karton sind zuerst die Bedienungsanleitungen (die ich ehrlich gesagt nicht ansatzweise gebraucht habe) und die Papierkasette für postkartengroße Ausdrucke.

Der Selphy

Direkt darunter kommt – gut verpackt – der Selphy und das Netzkabel.

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Draußen ist er! Der Selphy! Klein, leicht, fühlt sich erstaunlich wertig an. Nichts wackelt, keine übergroßen Spaltmaße und augenscheinlich eine qualitativ hochwertige Verarbeitung.

Schacht für Druckmaterial

Natürlich musste ich an den Klappen herumspielen und seitlich war direkt der Schacht für die Druckrollen ersichtlich. Das Plastik lässt sich leicht öffnen, wackelt danach aber auch nicht übermäßig. Lediglich störend ist, dass die Klappen kein Scharnier haben, das irgendwann Einhalt gebietet. Der Selphy sollte also zuerst auf dem Tisch stehen und dann die Klappen geöffnet werden, sonst können diese als unschöne Stütze fungieren.

Papier

Als Nächstes ein Blick in die Papierpackung: Drei Rollen und vier Pack Papier für insgesamt 108 Drucke.

Papierkasette

Die Papierkassette – viel Plastik und viel Gewackel, das erste Teil, das wenig wertig anmutet.

Papier einlegen

Das Papier wird relativ trivial – wie bei tausenden anderen Druckern – eingelegt.

Papierkasette eingefügt

Um die Kassette einzufügen, bedurfte es ein paar Justierungen, da ich noch immer nicht die Bedienungsanleitung gelesen habe. 🙁 Die kleinere Klappe wird umgeklappt und dient somit als Ablage für fertige Ausdrucke. Alles relativ plastik-lastig aber durchaus funktionierend. Gute Lösung, aber keine Punkte für die schöne Umsetzung.

Toner einsetzen

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Der Toner wird seitlich in das Gerät geschoben. Keine Verkantungen oder sonstiges bemerkt, lief schon in das Gerät. Da kämpfe ich bei meinem Laserdrucker mit mehr Problemen. Klappe geschlossen und…

betriebsfertig

…betriebsfertig. Arbeitszeit bis hierher? Circa 3 Minuten, nebenher Fotos gemacht und keine Bedienungsanleitung gelesen. Das Gerät ist definitiv mit dem Prädikat selbsterklärend zu bezeichnen.

Power on!

Der erste Anschaltvorgang. Am Anfang prangt der Canon-Schriftzug, bis sich der Selphy als solcher zu erkennen gibt.

Wireless

Der Selphy startet nach Druck auf die WLAN-Taste einen Wizard. Hier wurde „Direct Connection“ ausgewählt.

password

Der Selphy zeigt seine SSID an und ein Passwort zum verbinden. Das natürlich kurz ins iPhone tippen zum Testen.

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Ich wähle ein Bild aus – Sonnenaufgang heute früh. Relativ neutral, zum Testen.

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Das Bild wird angezeigt, ich muss mir noch die Anzahl und den Drucker, den ich verwende, auswählen.

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Der Selph wird unmittelbar und ohne Wartezeit erkannt und angezeigt. Super!

funktioniert

Ich kann sogar Schwarzweiß-Drucke auswählen – ohne Treiberangabe, direkt auf dem Smartphone. Genial!

Transfer

Nachdem man auf Drucken gedrückt hat, dauert das Übertragen des Bildes über WLAN ca. 10 Sekunden.

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Der Druckprozess läuft wie folgt ab: Ein Blatt wird durch den Drucker „durchgeschoben“ und kommt am anderen Ende wieder heraus. Danach wird das Bild langsamer durch den Drucker transferiert und zuerst gelb bedruckt, danach magenta und dann blau. Zum Schluss kommt noch eine schwarze Phase – fertig. Der Druckprozess als solcher dauert mit meinem Papier insgesamt 50,55 Sekunden. Das ist für Drucke schon relativ happig, aber der Technologie als solche geschuldet.

gelb,rot,blau,schwarz/weiß

Wie man sieht – die Farben kommen der Reihe nach.

fast fertigIMG_0028

Die Bildqualität ist gut und kann definitiv mit den Ausdrucken von z.B. gängigen Drogeriemärkten mithalten.

Connect to SelphySetting up...

Auch unter OS X funktioniert das Hinzufügen des Druckers nahtlos. Settings

Wichtig ist hier, dass die Einstellungen des Papiers angepasst werden. Meinen ersten Ausdruck hatte ich aus Versehen als A4 ausgedruckt. Hier wird dann nur ein kleiner Teil des Bildes zentriert ausgedruckt.

Persönlicher Eindruck

Der Selphy ist eine tolle Ergänzung für den Hobbyfotografen oder auch für kleine Feste beziehungsweise größere Fotosessions. Fotos können auch auf Wunsch unterwegs ausgedruckt werden, da ein optionaler Akku erhältlich ist. Der Preis kann durchaus mit dem von Drogerien konkurrieren, wenn man hier durchrechnet.
Die 300dpi haben mich anfangs etwas stutzig gemacht, aber die Bilder sind gestochen scharf. Zugrunde liegt natürlich eine gute Kamera – mit den Bildern von Bekannten aus einer 1,4 Megapixel Kamera habe ich auch weniger qualitative Ausdrucke.

Ausdrucke aus einer Spiegelreflex sind visuell wirklich in Laborqualität und sollen laut Canon ja 100 Jahre halten. Wunderbar.

Im Vergleich zum Ausdruck bei den großen Anbietern ist mir hier ganz genau bewusst, was ich als Endprodukt bekomme und dieses ist sofort verfügbar. Der Selphy war in meinem Fall absolut selbsterklärend. Eine App oder Software musste ich nicht herunterladen, das Gerät ging „out of the box“.

In Rezensionen zum Vorgänger konnte man unter Umständen von Streifen beim Ausdruck lesen. Dies ist bei mir selbst mit einer Lupe NICHT verifizierbar, die Bilder sind sehr scharf und realitätsnah.

Beim Papier war ich mir anfangs nicht sicher ob KP-108IN oder KP-108IP. Nach kurzem Durchlesen habe ich festgestellt, dass diese grundsätzlich identisch sind, aber KP-108IP auf der Rückseite noch einen Postkartenaufdruck hat. Für normale Fotos ohne Postkartenfunktion kann also getrost KP-108IN verwendet werden. Dies soll so auch sinnvoll sein, da die entsprechend zu verwendende Folienrolle hier auf die Anzahl an Blättern abgestimmt ist. Nach 108 Bildern ist also anscheinend mit beiden Materialien Schluss.

Kaufempfehlung?

Wer gerne fotografiert, eventuell mal der Oma vor Ort Bilder zeigen will oder Ähnliches, hat hier einen wundervollen Begleiter. Der Preis ist zwar nicht ganz geschenkt, aber nachvollziehbar.

Als kleines Gadget/Hobby sind die direkt verfügbaren Bilder genial.

Derzeit kostet der Selphy noch ca. 125€, wie bei den Vorgängern wird zeitnah mit Rabatten und Angeboten zu rechnen sein.

Der Selphy kann natürlich auch über direkt Amazon bezogen werden.

Canon Selphy CP1200 WLAN Foto-Drucker weiß

 

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